Wer nicht mit anderen kommuniziert oder aber nur kommuniziert um seinen Gegenüber bloßzustellen, wird nie von der Pluralität profitieren. Die Welt rückt immer näher zusammen. Grenzen und Barrieren fallen. Nicht nur Europa beheimatet nunmehr verschiedene Menschen aus vielen Ländern. Auch unsere Städte Solingen und Remscheid erleben diesen Wandel. Menschen von verschiedener Herkunft bekennen sich immer mehr zu ihrer neuen Umgebung. Sie bringen Ihre Mentalität und Kultur mit und werden mit der hiesigen Kultur und Mentalität vertraut. Das geschieht nicht immer reibungslos, aber das Mosaik der Kulturen belebt nicht nur die Wirtschaft. Die Vorteile überwiegen bei weitem die Nachteile. Viele „Neue“ und „Alte“ Bürger verdauen den Wandel recht gut, und sie wollen die neuen Erfahrungen nicht mehr missen. Doch daneben gibt es immer noch einige, die diesen Wandel nicht erkannt haben. Sie widersetzen sich gegen alles Neue und Unbekannte, und haben eine vor gefasste Meinung. Galileo oder Kolumbus mögen friedlich in ihrem Grabe ruhen.
Wir brauchen aber mehr ein Klima des Vertrauens, ein Klima der Toleranz und Nächstenliebe. Doch diese Phänomene fallen nicht vom Himmel. Wir alle die danach streben wollen, müssen uns darum bemühen. Der Weg dazu führt über das Gespräch mit dem Nächsten. Der Terminus technicus dafür heißt „ Dialog“.
Für den Dialog muss man natürlich erst einmal vernünftig Deutsch lernen. Das ist eine unserer wichtigsten Aufgaben im Verein.
Es ist vernünftig, gut miteinander auszukommen ohne die anderen zu bevormunden, und es ist der einzig richtige Weg zum echten und gerechten Miteinander. Eine starke Demokratie glänzt nicht nur durch die Kraft der Mehrheit, sondern durch die Toleranz zu ihrer Minderheit. Gewiss müssen sich neue Bürger anpassen, aber die deutschen Mitbürger sollten bereit sein, sie auch annehmen. Dieses Bewusstsein bei den alten Bürgern zu schaffen ist auch eine weitere wichtige Aufgabe im Dialog unseres Vereins. Nicht selten begegnet man sich seinem Gegenüber mit Vorurteilen und Vorwürfen, die dass tolerante Miteinander umgehen verhindern. Deshalb ist es um so wichtiger gemeinsam dieses Hindernis zu überwinden und zu einer globalen Kultur der Toleranz und Liebe zu gelangen. Viel zu schnell sind wir mit Kritik für den jeweiligen Mitmenschen.
Am Anfang eines Dialoges ist es immer hinderlich, nur die Unterschiede hervor zu heben .Zuerst sollten die Gemeinsamkeiten herausgestellt werden und Vertrauen geschaffen werden. Ein Dialog sollte aber auch nicht aneinander vorbeigehen, manchmal muss man auch schwierige Themen angehen. Das schafft man allerdings in einem fortgeschrittenen Stadium des Dialoges mit starkem Vertrauen und Kenntnis über die Absichten des Gegenübers.
Wir vom Spektrum Bildungs- und Dialogverein erzählen nicht nur, wir versuchen unseren Worten auch Taten folgen zu lassen, und bieten daher ein breit gefächertes Angebot an Dialogmöglichkeiten an.
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